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Man möchte meinen, dass in unserer heutigen Gesellschaft Toleranz groß geschrieben wird. Die Vorurteile aus grauer Vorzeit, die auf Unwissen beruhen, sollten der Vergangenheit angehören. Doch ist das wirklich so? Die Antwort darauf muss leider oft nein heißen. Denn immer noch werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Rasse, Religion oder ihres Gesundheitszustandes ausgegrenzt. Dass diese Ausgrenzung auf Unwissen beruht, dürfte wohl sehr unwahrscheinlich sein. Vielmehr nehmen sich Menschen das Recht heraus, andere Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen, zu verfolgen, zu mobben oder gar zu diskriminieren.
Falsche Gerüchte und Lügen führen zu moderner Hexenverfolgung
Hinsichtlich der Toleranz andersdenkenden gegenüber, ist das mit der Toleranz unserer Gesellschaft so eine Sache. Da genügt schon ein blödes Gerücht und so werden erfundene Geschichten, aber auch Lügen zu Wahrheiten umgemünzt. Beispiele dafür gibt es in unserer Gesellschaft leider noch immer viel zu viele. Da werden Menschen, die sich für eine andere Lebensführung entschieden haben auch heute noch als Hexen abgestempelt. Wir, als Autoren finden das unglaublich, dass diese mittelalterlichen Handlungen immer noch stattfinden. Es gibt Menschen, die im Einklang mit der Natur leben und vielleicht heilende Kräfte haben. Aber in diesem Bereich gibt es auch viele Scharlatane, die den Menschen schaden, die wirklich und echt helfen könnten.
Rassisten darf in Deutschland kein Nährboden gegeben werden
Leider immer noch viel zu verbreitet ist auch die Diskriminierung von Menschen, die einer anderen Rasse oder Religion zugehören. Dabei garantiert unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, also unsere Verfassung, Jedem das Recht, nicht verfolgt zu werden. Doch es gibt oft schlimme Nachrichten, in denen davon die Rede ist, dass wieder mal ein Mensch gejagt wurde, nur weil er vielleicht eine andere Hautfarbe hat. Bei unserer Herkunft zeichnen diese Nachrichten ein hässliches Bild. Wenn dies auch Einzelfälle sind, so wird eine solche Tat dem gesamten „deutschen Volk“ zugeschrieben. Die ganze Kraft unserer Gesellschaft sollte darauf ausgerichtet sein, solche Einzelfälle zu verhindern und zu verurteilen.
Jeder von uns kann von heute auf morgen plötzlich behindert sein
Die Zahl der Menschen, die ein Handicap aufweisen, werden immer größer. Da gibt es Menschen, die von Geburt an eine Behinderung haben, aber auch andere Menschen, die durch eine Erkrankung plötzlich behindert sind. Dabei spielt es für die „normalen Menschen“ keine Rolle, ob das Handicap körperlich oder geistiger Natur ist. Gerade diese Menschen brauchen den Schutz unserer Gesellschaft. Eltern sollten von klein auf darauf achten, dass die Kinder mit einem Maß an Toleranz groß werden. Hasstiraden wie Spasti, Mongo, Krüppel oder Blödi, dürfen keinen Nährboden bekommen. Schon darüber zu lachen, ist ein Schritt in die falsche Richtung. Es hilft vielleicht mal darüber nachzudenken, dass ein Jeder von uns durch eine Krankheit oder einen Unfall plötzlich mit einer Behinderung leben muss, dann möchte keiner von uns ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Eine alte Volksweisheit besagt, „was Du nicht willst, dass man Dir tu, dass füge auch keinem anderen zu“.