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Was vom Leben eines Menschen übrig bleibt - Wenn der Mensch alleine stirbt

Die Antwort ist sicher nicht so ganz einfach. Zunächst ohne nachzudenken, würde man vielleicht sagen nichts, aber nichts bleibt auch bei denen die ganz alleine sind nicht zurück. Vielleicht kann man sagen, dass es sehr wenig ist, was wirklich vom Leben eines Menschen übrig bleibt. Als junger Mensch kann man sich dass sicher gar nicht vorstellen, man hat in jungen Jahren so viele Freunde oder besser gesagt Bekannte. Weil, wer wirklich der Freund eines Menschen ist, zeigt sich meist erst, wenn eine Notsituation entsteht, denn wer dann da ist, ist ein wirklicher Freund. Also zeigt sich meist erst, wenn es einem schlecht geht, wie wenig Freunde man real hat. Wenn der Mensch alt, krank oder schlimmstenfalls beides wird und dieser dann keine Angehörigen und Freunde hat, ist dass sicher die schlimmste Situation.

 

Allein gelassen auf den Tod zu warten, muss echt übel sein

 

In eine solche Situation kann Jeder kommen. Wer so alt wird, dass alle Freunde und die Familie überlebt wurden, der hat echt die Arschkarte gezogen. Weil, wer ist dann da, wenn man wirklich todkrank ist und mit dem Tode ringt? Ich persönlich stelle mir dass am schlimmsten vor, auf einer Intensivstation oder in einem Altersheim ganz alleine gelassen auf den Tod zu warten. Klar, in einem Krankenhaus oder Pflegeheim ist man in der Regel nie ganz alleine. Aber im Grunde sind es Fremde, die dann in den letzten Stunden oder Minuten da sind. Und, wenn alles vorbei ist? Was bleibt dann noch? Wer keine lebenden Angehörigen hat und auch keine Freunde mehr hatte, dann wird man auch im Tode noch zum Sozialfall. Denn dann kümmert sich eine Behörde oder eine Stelle im Rathaus darum, dass man kostengünstig und schnell entsorgt wird. Trauerfeier? Fehlanzeige! Vielleicht kommt irgendein Pfaffe in den Aufbewahrungsraum des Krematoriums und segnet die Toten aus und dann ab in den Ofen.

 

Der Nachlass wird auf Wertsachen geprüft, die verkauft werden können

 

 

Hat der Mensch irgendwo gewohnt und war nicht im Alten- oder Pflegeheim oder gar einem Sterbehospitz, dann kümmern sich sogenannte Nachlasskommissare um die Sachen, die zurückbleiben. Dabei wird geschaut, was man von der Hinterlassenschaft noch zu Geld machen kann, denn die Kosten für die „Entsorgung“ wollen auch bezahlt werden. Wenn beides fruchtlos verläuft, dann werden die Sachen in Kartons oder Kisten verpackt und entweder weggeworfen oder einem sozialen Zweck zugeführt. Papiere, alte Fotos und Dokumente landen, so hart es sich anhört, im Altpapier oder werden geschreddert. Viele Gemeinden oder Städte gehen dazu über, wenn nicht zweifelsfrei geklärt werden kann, ob es doch noch Angehörige gibt, die wichtigsten Papiere wie Sterbeurkunden, Ausweise, Familienbücher und andere Dokumente in Aktenkartons aufzubewahren. Dann bleibt von einem Leben eines Menschen wirklich nicht viel, die Asche in der Urne sowie die eingelagerten Dokumente.

 

Das Testament ist ein Zeitdokument für das Leben eines Menschen

 

Mag ein Mensch kurz nach seinem Tod noch vermisst werden von Nachbarn oder zufälligen Bekannten, doch diese Zeit währt nur kurz, denn allzu schnelllebig ist unsere heutige Gesellschaft. Wenn ein Mensch ein Testament gemacht hat und verfügt hat, dieses öffentlich zu machen, bleibt wenigstens etwas von dem Menschen nach dessen Tod. Es geht beim Testament gar nicht so sehr darum Reichtümer oder Schätze zu verteilen, letztendlich ist es ein Dokument, dass das Leben eines Menschen dokumentiert.

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