Seit kurzem haben wir unseren eigenen Blog eröffnet, den Ihr unter http://kivos-postblog.de/wordpress/ findet.
Mal nicht gut drauf zu sein, diesen Zustand wird in der einen oder anderen Form jeder Leser kennen. Für das nicht gut drauf sein kann es auch immer verschiedene Gründe geben. Doch bei vielen Menschen bleibt die gedrückte Stimmung, und das nicht gut drauf zu sein für lange Zeit. Früher nannte man diesen Zustand Schwermütigkeit. Seit einigen Jahren kennt die Psychologie den Begriff der Depression. Die Zahl der Menschen, die unter Depressionen leiden, steigt ständig. Das Hinterhältige an der Depressionserkrankung ist, dass die Menschen die betroffen sind, gar nicht einordnen können, was mit ihnen passiert oder los ist.
Der Körper und die Seele sind eine unzertrennliche Einheit
Seit zwanzig Jahren erkennt die Medizin, dass Körper und Seele eine Einheit bilden. Unter dem Stichwort ganzheitlicher Medizin wird die Seele heute nicht mehr ausgegrenzt. Menschen, die depressiv sind, merken die Veränderung an sich selbst nur schwer. Das liegt unter anderem daran, dass die Veränderungen nicht schlagartig einsetzen, sondern die Veränderung wird sich schleichend fortsetzen. Die meisten Patienten fühlen sich mit ihrer Problematik isoliert, tatsächlich schätzt das Bundesgesundheitsministerium, dass zur Zeit circa 4 Millionen Menschen an einer Form der depressiven Erkrankungsformen erkrankt sind. Erstaunlich ist sicher, dass sogar nach Schätzungen der Experten mehr als zehn Millionen Menschen schon mal depressiv erkrankt waren.
Die depressive Episode kann in verschiedenen Stufen ablaufen
Die Diagnose Depression wird eigentlich als depressive Episode bezeichnet und laut ICD in sechs Verlaufsformen eingeteilt. In den letzten Jahren ist die psychische Erkrankung Depression durch namenhafte Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit gekommen und hat eine größere Akzeptanz in der Gesellschaft erhalten. Zu den prominentesten Betroffenen zählen Menschen aus dem öffentlichen Leben deren Outing die Menschen überrascht haben. Doch muss sich niemand mit der Erkrankung abfinden, der erste Weg zur Heilung oder Besserung, ist die Annahme der Erkrankung.
Die Ursachen für eine Depression können ganz unterschiedlich sein
Die Ursachen, eine depressive Episode zu erleiden, können ganz unterschiedlich sein. Nicht immer sind es akute Ereignisse, die zur Erkrankung führen. In vielen Fällen liegt die tatsächliche Ursache depressiv geworden zu sein in der Vergangenheit eines Menschen. Doch auch akute Ereignisse können eine Erkrankung begründen, dann spricht man von einer reaktiven Depression. Vom Schweregrad her gibt es Verlaufsformen, die eine klinische Behandlung unabdingbar machen. Die Behandlung wird zumeist durch den Einsatz von Medikamenten und auch mittels Psychotherapie erfolgreich eingesetzt.
So schwer es für Außenstehende ist, so schwer fällt es den Patienten selbst
Für die Angehörigen von depressiven Patienten ist sicher die Erkrankung, aber auch der Umgang mit den Menschen, die betroffen sind, alles andere als leicht. So schwer es für Außenstehende ist, die Krankheit und die Folgen zu verstehen, dennoch muss man sagen, es ist für die Patienten selbst am schwersten. Denn eine depressive Episode bildet sich über oft viele Jahre aus, dann ist die Behandlung auch eben eine längerfristige Sache. Es gibt psychiatrische Krankenhäuser, die sich auf das Krankheitsbild Depression spezialisiert haben. Meist ist je nach Schweregrad der Erkrankung eine klinische Therapie unumgänglich. Da heißt es, viel Geduld und auch viel Kraft zu schöpfen. Für die recht anstrengende und kraftzehrende Therapie ist auch die Hilfe von Freunden, Verwandten und Bekannten erforderlich.
Was über Jahre entstanden ist, lässt sich nicht in Wochen regulieren
Die seelischen Erkrankungen nehmen immer mehr zu, nicht selten erkranken die Menschen neben der Depression, auch noch an einer oder mehrerer anderer seelischer Erkrankungen. Doch eine depressive Episode ist kein Knochenbruch, der nach einigen Wochen abgeheilt ist. Viele Patienten bedürfen über Jahre noch medikamentöser und therapeutischer Hilfe. Doch mit viel Unterstützung kann die schlimmste Phase der Depression überwunden werden. Schlussendlich ist die Gefahr sehr groß, aus einer unbehandelten Depression in eine chronische Depression zu verfallen. Wenn der Mensch mit der depressiven Episode keine professionelle Hilfe bekommt, ist die Gefahr enorm groß, dass man komische Ideen bekommt. Viele Patienten geraten sogar an eine Grenze, an der ein Suizidversuch gar nicht unwahrscheinlich ist.