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Bandscheibe, Ärzte, Behandlungen, Operation und Reha

Es fing im November mit Rückenschmerzen an. Doch da waren es noch normale Rückenschmerzen, die mich plagten. Wie man es kennt, der Rücken schmerzt und man kommt kaum aus der Sitzposition nach oben. Schon am 16.11. holte ich mir dann die erste Spitze und bekam Medikamente, doch trotz, dass die Rückenschmerzen blieben, war das für mich kein Grund nicht arbeiten zu gehen. Man schonte sich halt ein bisschen, doch da die Schmerzen darauf die Woche montags immer noch da waren, holte ich mir gleich am Dienstag noch eine Spritze, da ich dienstags und mittwochs frei hatte. Doch dienstags abends passierte es dann, eine Drehung und ein reißen im Rücken, da waren die bisherigen Schmerzen weg, doch zog dann die linke Seite im Rücken und ein Ziehen im Gesäß war zu spüren. Den Abend war ich froh, konnte ich doch wieder normal aufstehen und mich setzen und die Schmerzen im Rücken waren den Abend auch noch auszuhalten.

 

Heftige Schmerzen ließen mir die Tränchen kullern

                             

Doch das sollte sich am nächsten Morgen ändern. Als ich aufstand, waren nicht nur Schmerzen im Rücken und im Gesäß zu spüren, auch zogen kräftige Schmerzen in Wadenhöhe durch das Bein. Darüber hinaus war der Fußspann wie taub. Doch das schlimmste waren die wiederkehrenden krampfartigen Schmerzen in der Wadenhöhe und im Gesäß, sie waren gleichzusetzen mit Gallenkoliken und kamen genauso intervallartig. So dass mir nur noch zum Heulen zumute war. Ich wurde dann auch gleich zu meinem/meiner Hausarzt/Hausärztin gefahren, die mir dann auch gleich zwei Spritzen gab und Medikamente aufschrieb, doch die halfen alle nicht. Darüber hinaus gab sie mir auch gleich einen Überweisungsschein zu einem Orthopäden. Ich suchte mir einen Orthopäden raus, der so schnell wie möglich einen Termin frei hatte. Schon am nächsten Tag konnte ich kommen und nach einer kurzen Untersuchung fertigte dieser Röntgenbilder an. Nach den Röntgenbildern kam er zu der Diagnose Ischias und verordnete mir Akupunkturen. Diese konnte ich auch gleich am nächsten Tag beginnen.

 

Der Schmerz wurde weniger das Taubheitsgefühl jedoch blieb 

 

Jetzt bekam ich jeden zweiten Tag Akupunkturen. Die Schmerzen wurden dadurch zwar gelindert, aber das Taubheitsgefühl im Rücken und auch im Fuß blieb. Dieses teilte ich dem Arzt auch immer wieder mit und bekam immer zur Antwort, dass bei dem einen Patienten die Therapie schneller und bei dem Anderen später anschlägt. Nach zehn Akupunkturen waren die Schmerzen fast weg, aber die Taubheit blieb. Der Arzt schob dann noch eine Schmerztherapie hinterher, die allerdings nur dreimal ging, da dann Weihnachten kam und der Orthopäde zwischen Weihnachten und Neujahr seine Praxis geschlossen hatte. Noch einen Tag vor Heilig Abend sprach ich den Arzt an, dass das Taubheitsgefühl immer noch da war und was ich machen solle zwischen den Feiertagen. Von dem Arzt, der mittlerweile schon der dritte Arzt war, den ich in der gleichen Praxis kennenlernte, meinte dann, ich müsse in der Zeit dann zum Vertretungsarzt gehen. Über die Feiertage ging es auch mit den Schmerzen, nur war ich halt unsicher auf den Beinen durch das Taubheitsgefühl, da ich mir auch vorkam, als wenn das Bein mir nicht gehören würde und ich auch teilweise stolperte. Dann kam der 27.12. und ein leichtes Ziehen im Bein kam wieder, also ging ich auch zu dem Vertretungsarzt, damit der Schmerz sich nicht wieder voll entfalten konnte.

                                       

Erst der Vertretungsarzt erkannte die Dringlichkeit

 

Bei dem Vertretungsarzt war ich an der richtigen Adresse. Der Vertretungsarzt schaute sich die Röntgenbilder an, die ich von dem anderen Orthopäden mir hatte mitgeben lassen und machte einige Stehübungen mit mir. Die letzte Übung ließ ihn allerdings hellhörig werden. Ich musste mich erst auf die Zehen stellen und dann auf die Ferse abrollen, nur bekam ich den linken Fuß nicht hoch, diese Übung hatte der andere Orthopäde gar nicht mit mir gemacht. Denn vielleicht hätte er dann auch schon festgestellt, dass ich eine Fußhebeschwäche bei dem linken Fuß aufwies und dieses mit der Taubheit zusammen auf einen Bandscheibenvorfall schließen lies. Der Vertretungsarzt stellte mir sofort eine Notfalleinweisung für das Krankenhaus aus und ich sollte mich noch am gleichen Tag dorthin begeben, was ich auch tat. Im Krankenhaus wurde ich erstmal von der Aufnahme zur orthopädischen Station geschickt, dann aber wieder zur Notfallambulanz, weil auf der Einweisung Notfall stand. Da untersuchte mich dann auch ein Arzt und war dann zuerst der Meinung, dass ich aber kein Notfall wäre und ein MRT in einer Praxis machen lassen müsse. Auf meine Nachfrage, wo ich das denn jetzt so schnell machen sollte, wir hatten ja schließlich zwischen Weihnachten und Silvester, schickte er mich dann aber doch erstmal zum Röntgen. Als ich vom Röntgen zurück war, kam dann auch eine Chirurgin von der orthopädischen Station und untersuchte mich noch mal. Diese Ärztin war auch der gleichen Meinung wie der Vertretungsarzt und ich wurde stationär aufgenommen und es sollte zeitnah ein MRT gemacht werden.

 

Meine erste MRT brachte die Notlage auf Bilder

 

Gleich am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück wurde ich dann auch zum MRT geschickt. 20 Minuten musste ich dann in die Röhre und es wurden Schichtaufnahmen von meiner Bandscheibe gefertigt. Nachdem ich beim MRT fertig war, zeigte mir der Arzt die Aufnahmen und sagte, da haben sie aber einen schönen großen Bandscheibenvorfall, sie werden wohl um eine Operation nicht herumkommen, da der Vorfall voll auf den Nerv drückt. Doch wie das genau passieren sollte, sollten die Ärzte von der Station mit mir besprechen, wie schnell das alles passieren sollte, ahnte ich da noch nicht. Also ging ich erst mal wieder zur Station und frühstückte. Doch als ich mit frühstücken fertig war, kam ein Arzt und eröffnete mir, dass ich am gleichen Tag noch operiert werden muss. Da ich schon gefrühstückt hatte, durfte die Operation dann aber erst ab 14 Uhr gemacht werden. Das ging dann alles auf einmal im Eilverfahren, am 27.12. ins Krankenhaus, am 28.12. morgens um 8 Uhr zum MRT und am 28.12. 14:30 Uhr wurde die Narkose eingeleitet. Am 28.12. um 18 Uhr wurde ich dann auf der Wachstation wach und um 19 Uhr war ich dann wieder auf dem Zimmer.

 

Nach erfolgreicher Operation hoffe ich auf ein besseres Jahr in 2012

 

Zwar habe ich jetzt Silvester 2011 ganz alleine auf einem Dreibettzimmer im Krankenhaus verbracht, doch besser als noch länger warten zu müssen und dann ist der Nerv hinterher ganz geschädigt. Was der erste Orthopäde „gedoktert“ hat, habe ich dann im Krankenhaus im Eilverfahren zu Ende gebracht. Zwar waren die ersten zwei Tage schlimm für mich, nicht richtig liegen und laufen zu können und auch die Gedanken, Silvester nicht zu Hause zu sein kamen mir nicht recht, aber jetzt bin ich wenigstens der Gewissheit, dass nicht auf einmal mein ganzes Bein taub wird. Und mich haben schon Ärzte, aber auch die Frauen von der Krankengymnastik angesprochen, als ich meinen Namen sagen musste, ach sie waren der Notfall, also schien es doch schon höchste Eisenbahn gewesen zu sein. Jetzt bin ich so langsam wieder auf den Weg der Besserung, zwar geht es erst langsam mit dem Laufen und im Anschluss wird auch noch eine ambulante Reha erfolgen und dann hoffe ich, dass alles bald wieder aufwärts geht.

 

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